Der Preis

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Montag, 08.04.2013

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Maine Coon Hobbyzucht

 

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Gleich zu Beginn möchten wir uns für die Länge dieses Beitrages entschuldigen, falls Ihnen der Text im ersten Moment zu lange erscheinen sollte. Doch wir wollen hier eindeutig aufzeigen, wie und vor allem warum es wichtig ist, einen seriösen Züchter beim Kauf einer Rassekatze auszuwählen! Nehmen Sie sich daher bitte ein paar Minuten Zeit, danach werden Sie verstehen, was den Stammbaum ausmacht, welche Kosten ein seriöser Züchter hat und auch, wie bzw. wodurch sich der Preis eines Kittens ergibt!

 

Allgemein

Viele Menschen vertreten die Meinung: „Ich will ja nur eine Katze, die aus einer guten Zucht stammt. Sie muss nicht perfekt sein, kleine Fehler machen nichts. Und ein Stammbaum muss auch nicht unbedingt sein.“ Oftmals entsteht bei diesen Menschen der Eindruck, dass seriöse Züchter bei „solchen“ Preisen, das große Geld machen.

An dieser Stelle sehen wir uns gezwungen, uns gegen solche Behauptungen zu wehren. Wir wollen darüber aufklären, was genau hinter einer seriösen Zucht steckt und auch, was den großen Unterschied zu sogenannten „Schwarzzüchtern“ ausmacht.

Viele meinen, dass der Stammbaum beim Kauf einer Katze für den hohen Preis verantwortlich ist. Doch der Preis für einen Stammbaum liegt nur bei rund € 20. Sollte jemand zu uns sagen, er benötigt keinen Stammbaum, so können wir diese € 20 gerne beim Preis berücksichtigen und nachlassen.

Stammbaum und was dahinter steckt

Den Wert einer Rassekatze aus einer seriösen Zucht macht nicht „der Stammbaum in Papierform“ aus, sondern vielmehr das, was im bzw. hinter dem Stammbaum steht. Nur durch einen seriösen Züchter, dessen Katzen einen nachvollziehbaren Stammbaum besitzen, sind folgende Punkte sichergestellt:

Man hat die Gewissheit, bestimmte Charaktereigenschaften mit zu erwerben!

Bei Schwarzzüchtern kann nie sichergestellt werden, ob es sich um eine reinrassige Katze mit entsprechenden Charaktermerkmalen handelt

 

Bei seriösen Züchtern wird die Häufigkeit der zugelassenen Deckungen berücksichtigt!

Wie oft im Jahr hat ein Schwarzzüchter Kitten zu vergeben? Es gibt keine Kontrolle und somit kann auch nicht gewährleistet werden, dass die Mutter sich erholt hat und gesund ist. Im weiteren Verlauf kann dies dazu führen, dass sie beim nächsten Wurf keine gesunden und gut entwickelten Kitten zur Welt bringt.

 

Die medizinische Versorgung und das mögliche Abgabealter der Jungtiere werden genauestens eingehalten und bei vielen seriösen Züchtern erhält man zusammen mit dem Kitten auch ein Gesundheitszeugnis!

Schwarzzüchter sparen oft bei Untersuchungen, Impfungen, Entwurmungen etc. und geben die Kleinen viel zu früh von der Mutter weg. Das Sparen beim Tierarzt und das frühe Weggeben (viele Kosten wie beispielsweise Futter, Katzenstreu usw. für das Kätzchen fallen dadurch weg)machen es Schwarzzüchtern leicht, die jungen Kätzchen „günstiger“ (was trotzdem noch € 300 - € 500 bedeutet) zu verkaufen.

 

Durch Zuchtrichtlinien ist sichergestellt, dass das Mindestalter bei der Erstdeckung eingehalten wird.

In welchem Alter wird die Katzenmutter beim Schwarzzüchter zum ersten Mal gedeckt? Eine Antwort darauf gibt es nicht!

 

Bei seriösen Züchtern werden die Elterntiere vor der Verpaarung einem Gesundheitscheck und Gesundheitstest unterzogen. Ein sehr wichtiger Test ist der PKD Gen Test.

Leider ist PKD teilweise sehr verbreitet und wird von vielen „Hobbyzüchtern“ oft totgeschwiegen. Es handelt sich hierbei um eine genetisch bedingte Erkrankung, die nicht heilbar ist. Sie führt dazu, dass (auch Mischlinge die nur eine Kopie des defekten Gens tragen) diese Tiere mit sehrhoher Wahrscheinlichkeit früher oder später erkranken werden.

 

Kosten eines seriösen Züchters

Wir möchten an dieser Stelle auch aufzeigen, dass die Kosten für eine seriöse Zucht keineswegs zu unterschätzen sind und nennen Ihnen daher hier nur die wichtigsten Ausgaben, die solch ein Züchter gerne in Kauf nimmt:

·Die Anschaffung einer guten Zuchtkatze beträgt schnell mal über € 1000. Und weil man möchte, dass die Katze sich wohl fühlt legt man viel Wert darauf, dass das Haus oder die Wohnung, eventuell auch ein Balkon oder sogar ein Freigehege katzengerecht eingerichtet wird.

·Um eine seriöse Zucht beginnen zu können, tritt man einem Katzenverein bei. Hier fallen jährliche Mitgliedsbeiträge an. Da man auf dem Laufenden sein möchte sind auch Ausstellungsbesuche, Kontaktpflege mit anderen Züchtern und oft lange Telefonate notwendig, wobei auch schnell mal einige Hundert Euro zusammenkommen.

·Der nächste Schritt ist ein „Bräutigam“ für die Katze. An dieser Stelle muss sich der Züchter überlegen, ob er sich einen eigenen Kater zulegt, welcher dann nochmals über € 1000 kostet. Wenn man einen Deckkater aus einer anderen Zucht für die Deckung verwenden will, wird vom Züchter des Deckkaters dafür eine Gebühr verlangt, die dem Preis eines jungen Kittens gleich kommt. Je nach Entfernung sind an dieser Stelle auch die Reisekosten zu berücksichtigen.

·Bevor es zu einer Deckung kommt, müssen sich sowohl Katze als auch Kater einem Gesundheitscheck unterziehen, die sich ein Tierarzt auch gut zahlen lässt.

·Ist die Katze nun trächtig, so fallen wieder Tierarztkosten an (eine Untersuchung inkl. Ultraschall kostet rund € 60). Außerdem frisst die werdende Mutter während der Trächtigkeit natürlich um einiges mehr, damit sie den Kleinen auch einen guten Start ins Leben ermöglicht. Dies bedeutet also zusätzlichen Kosten von ca. € 150.

·Nun kommt endlich der große Moment – die Kitten sind da. Natürlich benötigt die Mutter in der ersten Zeit Spezialfutter, Vitamine und sonstige Leckereien.

·Wenn die Kitten anfangen selbständig zu werden, fallen Futterkosten und Kosten für das Katzenstreu an. Auch der Tierarzt kommt an dieser Stelle wieder ins Spiel. Die Impfungen sowie Entwurmungen pro Kitten und das Gesundheitszeugnis lassen wieder Kosten von über € 100 erwarten.

·Auch die „Öffentlichkeitsarbeit“ sollte an dieser Stelle Erwähnung finden. Um auf seine Cattery aufmerksam zu machen, ist es empfehlenswert eine gute Homepage zu haben. Um die Kitten zu verkaufen, muss der Züchter natürlich durch Inserate auf seinen Wurf aufmerksam machen. Jährliche Kosten in der Höhe von ein paar Hundert Euros sind hierfür auszugeben.

·Bei all diesen Punkten wurde immer davon ausgegangen, dass die Katzenmama keine Beschwerden oder gar Komplikationen während der Trächtigkeit oder bei der Geburt hat. Auch die Tatsache, dass sich die Mutter möglicherweise nicht um die Babys kümmern kann und daher eine Zufütterung (alle 2 Stunden!!!) notwendig ist wird nicht gerechnet. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden dabei die Kosten, wenn die Mutter oder eines der Kitten krank ist und enorme Tierarztkosten zu begleichen sind. Und von Kratzbäumen, Spielsachen usw. ganz zu schweigen.

 

Preis

Beachtet man bei einem seriösen Züchter nun noch die Tatsache:

  • welch große Verantwortung er für seine Katze/n und die Kitten trägt,
  • wie viel Engagement er aufbringtund
  • wie groß der Zeitaufwand ist, der hinter all dem steckt

dann wäre so ein süßes Kätzchen unbezahlbar!

 

Sie finden, nach dem Lesen all dieser Informationen noch immer, dass die Anschaffung einer Maine Coon aus einer offiziellen Zucht viel zu teuer ist? Dann lassen Sie das folgende Rechenbeispiel ein wenig auf sich wirken! Bei dieser Berechnung gehen wir davon aus, dass die Maine Coon aus seriöser Zucht eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren hat. Die Anschaffung solch einer Rassekatze liegt im Schnitt bei € 600 bis € 800, also im Durchschnitt bei € 700. Das bedeutet, dass diese verschmuste und verspielte Katze umgerechnet gerade Mal gute 10 Cent täglich kostet. Das ist doch eigentlich nicht viel wenn man bedenkt, was so eine Katze einem täglich gibt, oder!?

Doch es freut uns sehr, dass wir abschließend erwähnen können, dass bei ernsthaften Rassekatzenfreunden, die sich mit dem Kauf ihrer Traumkatze Zeit lassen und sich nicht auf die Schnelle irgendein Tier zulegen, die Preise Akzeptanz gefunden haben.

DANKE DAFÜR!